Vereinsgeschichte

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Kevelaer 1635 e.V.

ist als historische Schützenbruderschaft dem Bund der Hiistorischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln angeschlossen.

Der Bruderschaft gehören Schützenschwestern und Schützenbrüder an, die gleichberechtigt als Vollmitglieder am Vereinsleben teilnehmen.

 

Wie alle älteren Bruderschaften und Gilden Kevelaers kann auch die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft auf eine über Jahrhunderte währende wechselvolle Geschichte zurückblicken. Das Gründungsjahr der SEB ist durch einen Fund einer Fahnenspitze mit der Jahreszahl 1635 nachgewiesen. Überdies belegt eine Urkunde aus dem Jahr 1680, dass die Bruderschaft damals über Landbesitz verfügte. Vermutlich ist die Bruderschaft noch ca. 60 bis 80 Jahre älter. Durch die häufigen Kriegseinwirkungen ist jedoch immer wieder geschichtliches Material verloren gegangen.

Die SEB hatte den Status einer Junggesellen-Bruderschaft. Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Differenzen hinsichtlich der Zielsetzung. Einige Mitglieder verließen die Bruderschaft und unterstützten die Gründung der Bürgerschützengesellschaft im Jahre 1881. Nach der Besinnung auf ihre ursprünglichen Werte wurde die Bruderschaft in alter Form weitergeführt und man feierte auch die Feste in ihrer traditionellen Art.

Ende der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts kam es erneut zu Schwierigkeiten im Vereinsleben. Sportvereine, Militär und auswärtige Arbeitsplätze waren Gründe, dass die Jugend nicht mehr kam und die Mitgliederzahl stark zurück ging. Um den Verein zu retten, beschloss man in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Jahres 1938, die Bestimmungen einer Junggesellen-Bruderschaft aufzuheben und auch verheiratete Mitglieder aufzunehmen.

Nach den Wirren des letzten Krieges verlief das Bruderschaftswesen unverhofft schnell wieder in geordneten Bahnen. 1947 hielt man erste Versammlungen ab und im Jahr 1949 wurde wieder ein Königsvogelschießen durchgeführt.

Ende der 80er Jahre vollzog sich erneut ein Strukturwandel. Es wurden Damen in die Bruderschaft aufgenommen, zunächst nur in den Schießgruppen, etwas später auch als fast vollwertige Mitglieder. Mehrmals scheiterte ein Antrag der Schützenschwestern auch ein Anrecht auf den Königsschuss zu haben. In der Generalversammlung des Jahres 2002 hatte der Antrag endlich Erfolg. Die Schützenschwestern wurden mit überraschend großer Mehrheit zum Königsschuss zugelassen. Im Jahre 2006 bekam die Bruderschaft mit der Schützenschwester Karin Thomas ihre erste Königin.

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1635 Kevelaer e.V. zählt derzeit insgesamt 100 aktive und passive Mitglieder.

Für " Glaube, Sitte und Heimat " das ist die Zielsetzung der Bruderschaft. Heimat und Traditionspflege, sowie die Förderung des Schießsports und die Pflege des Fahnenschwenkens sind satzungsgemäße Inhalte unseres Vereinslebens. Bei den sportlichen Aktivitäten ist vor allem unsere Jugend seit einigen Jahren auch überregional äußerst erfolgreich. 

 

 

 

 

Kontakt:

Karl Heinz (Ben) Fischer:

 karl-heinz@fischer-kevelaer.de